Unzufrieden mit 70cm UKW- Reichweite

Man sollte eigentlich meinen, dass man mit 5W und einer Diamond X-30 auf dem Balkon (in ca 2,5m Höhe), die ganze Stadt abdecken kann.

Vor allem, dass man zum 12km entfernten Relais kommt. Doch die Theorie spricht andere Bände:

Grossübersicht Reichweite DG7ABL mit 5W und X30. (Tool von VE2DE)

Beim genaueren hinsehen fällt aber auf, dass ab einem gewissen Punkt schluss ist:

Am Relais kommt dann theoretisch nichts mehr an:

Selbst mit 50 Watt sieht die Situation nicht besser aus:

Wie sieht die Praxis denn jetzt wirklich aus? Die theoretische Berechnung stimmt mit einem Mobil- Reichweiten- Test überein. Meine Simplex -Reichweite reicht wirklich nur von Norden bois Süden von Meine bis zum Kreuz Ölper und von Westen nach Osten von kurz hinter Peine bis kurz vor dem Kreuz Königslutter.

Gottseidank sind die meisten Relais- Funkstellen auf erhobenen Standorten, so daß sie doch noch erreichbar sind, selbst, wenn es theoretisch nicht mehr möglich wäre. Daher ist um so wichtiger, die Relais- Standorte zu erhalten.

PDN Mode mit dem FTM 100

Endlich ist es so weit. Braunschweig hat ein Wires-X Zugang. Wenn man kein Relais hat, baut man sich halt seinen eigenen Zugang. Nach dem letzten Firmware- Update für das FT-2, FTM-400, FTM100 braucht man, um ins Wires-X Netzwerk zu kommen, kein HRI 200 mehr.

Man stellt den Wires-X Zugang einfach mit dem Funkgerät her, das Funkgerät fungiert dann als “Relaisfunkstelle” oder besser gesagt als “Node”

Der einfache Modus, ist der PDN Modus PDN steht für “Portable Digital Mode”. Diesen erreicht man, wenn man beim einschalten nur die Dx- Taste drückt:

PDN- Mode

Um aber den Raum zu erreichen, der in eurer Wires-X Software eingestellt / connected ist, müsst ihr nochmal die Dx- Taste drücken, danach seit ihr wirklich mit dem Raum verbunden:

PDN connect auf Wires-X Raum

So sieht das dann in der Wires-X Software aus:

Wires-X Software in der VM

Dieser einfache Mode,hat Vorteile aber auch einen Nachteil.

Vorteile:

  • Man kann den HF-Einstieg abschalten und im Direct- Modus arbeiten
  • Funkgerät ist weiterhin normal benutzbar

Nachteile:

  • Man kann nur DIG- Räume betreten ( Logo mit DIG) wie z.B. DL-Nord-Mitte und DL-Hildesheim, Hannover würde nicht gehen:

Um alle Räume zu betreten, muss man das Funkgerät vorher in den Wires-X Mode schalten (kennt man schon vom HRI200). Dieses passiert, in dem man die Tasten Dx+Gm und Ein-Aus zusammen drück (beim starten):

Nachteil des Wires-X- Mode ist, dass man das Funkgerät in diesem Modus nicht mehr verwenden kann und das Funkgerät rein als Node arbeitet. Man braucht dann also ein zweites C4FM Funkgerät. Hier würde aber z.B. ein FT-70 ausreichen.

Eine Übersicht aller Nodes, gibt es hier: https://wiresx-map.radiosky.ch/

Weitere Infos zum Thema gibt es hier: https://www.c4fm-schweiz.ch/ftm-100-node-setup/

Tetra “dekodieren*” unter Windows noch einfacher

Was braucht ihr?

1. SDR# herunterzuladen hier: https://airspy.com/?ddownload=3130

2. Tetra Plugin: http://rtl-sdr.ru/uploads/download/tetra_x86.zip  -> Dateien in das SDR+ Verzeichnis kopieren

3. Plugins.xml anpassen und folgenden Eintrag hinzufügen: <add key=”Tetra” value=”SDRSharp.Tetra.TetraPlugin,SDRSharp.Tetra”/> (Steht aber auch in der Readme)

4. SDR Sharp starten, Frequenz einstellen. Fertig.

Hier ist das ganze nochmal beschrieben: https://www.rtl-sdr.com/sdr-tetra-plugin-now-available-at-rtl-sdr-ru/

*Hinweis: es lässt sich nur unverschlüsseltes Tetra damit anhören.

Das leidige Thema DMR …

Zuerst möchte ich sagen, dass ich DMR mag, ich finde die Geräte (Motorola und China) toll und Codeplugs programmieren macht mir spaß.

Es gibt in DL eine gute DMR Abdeckung und zwei Zeitschlitze sowie Talkgroups zu haben, machen die Möglichkeiten groß.

Leider wird der Spass getrübt. So lange man lokal auf einem DMR Repeater funkt ist die Sache eigentlich unproblematisch, sobald aber das Internet eine Rolle spielt, wird es katastrophal. Da viele Funkamateure das komplette System nicht verstanden haben.

Ich möchte es mal an einem Beispielen erklären: Die TG 262 ist die Deutschland Talkgroup. Leider hat es sich hier eingebürgert, dass hier “Dauer- QSOs” gefahren werden. Daraus resultiert, dass auf vielen Relais der Zeitschlitz 1 (TS1) blockiert ist. Warum ist er dauer besetzt? Weil andere Amateurfunker (ich benutze dieses Wort jetzt immer für Leute, die Digitalfunk nicht verstanden haben) die 262 dynamisch abonnieren durch drücken der PTT.

Das ist ein unding, wenn ich auf der 262 nicht Funken (senden) will, dann lasse ich die Finger davon! Wenn ich die 262 nur hören möchte, besorge ich mir einen Hotspot, dann brauche ich das Relais nicht blockieren und die Talkgroup abonnieren.

Warum ist das Blockieren des TS1 (Timeslot/ Zeitschlitz) so schlimm? Weil auf TS1 noch weitere Talkgroups konfiguriert sind, z.B das Bundesland oder ein weiterer Cluster (den man mit TG8 ansprechen kann). So lange immer wieder Amateurfunker die 262 auftasten, ist kein Funkbetrieb auf der Bundesland TG im TS1 oder dem weiteren Cluster (ggf. Nachbar- Region) möglich.

Wie sollte man die TG 262 verwenden: Dazu muss man mal schauen oder sich vllt sogar mal anhören wie sie es in der Schweiz machen. Dort wird die 2280 (deutschsprachige Schweiz) als Anuffrequenz genutzt und dann wird auf eine taktische Talkgroup gewechselt. Das würde auch in Deutschland funktionieren und die Relaisbetreiber könnten die 262 wieder statisch schalten, dann entfällt das PTT- Auftasten und jeder kann da QRV sein.

Hinzu kommt, bei DMR das ständige Nachfragen, Diskussionen über Programmierung oder wie DMR überhaupt funktioniert. Das seit Monaten. Die Amateurfunker sind leider zu faul, sich genügend über das Thema DMR zu informieren und so passieren immer wieder Fehler und auch unnötige Erklärungen.

Mein Vorschlag: Wer in DMR QRV werden möchte, lernt bitte selber ein Codeplug zu programmieren und beschäftigt sich mit der Technik und vor allem mit der Betriebstechnik!
Dieses hier: http://wiki.bm262.de/doku.php gilt es erstmal komplett zu lesen, bevor man das erste mal die PTT drückt. Und nicht einfach sich von einem anderen OM einen Codeplug einspielen lassen und man weiß selber nicht. was man da tut!

Mein Fazit:

So geil ich DMR finde, es macht mir kein Spass zur Zeit und ich habe die Geräte erstmal weit weg gelegt. Vllt ist auch DMR nix für mich oder für den kompletten Amateurfunk. D-STAR und C4FM weisen solche betriebsbedingten Propleme jedenfalls nicht auf. Ich kann nur hoffen, dass aus den DMR- Amateurfunkern wieder Funkamateure werden.

73!


GPS NET Repeater Abfrage in DMR

Man kann in DMR die 5 nähesten Repeater abfragen mit SMS „GPS NET“ an die 262993 (Private Call).

Die Ausgabe sieht dann so aus

GPS Net 262993

Dazu möchte ich auch nochmal die SMS Dokumentation verlinken:

http://wiki.bm262.de/doku.php?id=servicenummer

Auto- Halterung für Handfunkgeräte & 16 Euro Handmikrofon

Derzeitig hat man ja ein kleines Problem, wenn man im Auto in der Betriebsart “DMR” QRV sein möchte. Das Tytera MD 9600 ist zu klobig und ein teures Betriebsfunkgerät möchte man nicht kaufen. Und auf ein Anytone mit abnehmbaren Bedienteil, warten wir alle.

Bleibt als Alternative nur ein Handfunkgerät mit externen Mikrofon über. An dieser Stelle sei gesagt, dass es bisher keine Handmikrofone für China- DMR- Funkgeräte (Radioddity, Tytera etc.) gab, die ohne Modifikation störungsfrei funktioniert haben (Hubschrauber- Effekt).

Nun habe ich bei Amazon für 16 Euro ein neues Radioddity Mikrofon gefunden, was an allen Funkgeäten funktioniert (Anytone, GD-77, TH-74):

Beispiel an einem GD 77

Bei Digitalfunk möchte man auch unbedingt das Display sehen, schon alleine um zu sehen, auf welcher TG man gerufen wird. Magnet- Halterungen funktionieren zwar aber es gibt was besseres. Und zwar den “QS-200 KFZ- Mobilhalter“:

Befestigung für die Lüftungsschlitze
Fertiger Einbau Anytone Handfunkgerät (Nachtfoto)

Mit dem Mobilhalter, lässt sich das Display gut ablesen und das Funkgerät sitzt fest in der Halterung ohne in irgend einem Getränkebecher “herumzutanzen”.


Tetra dekodieren ist so einfach

Viel einfacher als gedacht ist das dekodieren von Tetra, dazu benötigt man andere Software weil dsd, dsd+ und dsdcc nicht dafür geeignet sind. Ich empfehle TELIVE. Die Live Version kann ohne Installation verwendet werden. (Booten von einem fetigen USB Stick). Diese Version wurde auch schon bei rtl-sdr.com vorgestellt. Allerdings empfehle ich die neuste Version herunterzuladen, diese gibt es hier . Dann kann es auch schon los gehen, schreibt das *.img auf einen USB- Stick und bootet von diesem.

Für Linux User als root oder mit sudo:

dd if=datei.img of=/dev/sdX bs=1M status=progress

Windows User oder Terminal- Faule können z.B. Etcher benutzen

Dann könnt ihr das Image booten und es sollte dann so aussehen:

Als aller erstes, lest bitte die ReadMe das ist wichtig. Dann installiert bitte den Audio Codec. Danach öffnet bitte den Ordner TELIVE DEMO. Dieser sollte dann so aussehen:

Ihr startet bitte die Programme in folgender Reihenfolge: tetrad, dann DEMO telive, dann DEMO UDP receiver 1 und zuletzt gnuradio companion.

Wir fangen also mit tetrad an (danach könnt ihr das Fenster minimieren):

tetrad

Danach Demo telive (bitte auch erstmal wieder minimieren):

DEMO telive

Darauf DEMO UDP receiver 1, nicht wundern, es ist nur ein schwarzes Fenster, was ihr dann wieder minimieren könnt:

DEMO UDP receiver

Und als letztes startet ihr gnuradio companion:

gnuradio companion

Keine Angst, hier braucht ihr nur den Reveiver starten, entweder in dem ihr auf das “Play Symbol” drück oder mit F6.

Achtung: Im Fenster des SQ5BPF Tetra Receiver kann es sein, dass ihr den unteren Teil nicht seht, den braucht ihr aber unbedingt. Daher müsst ihr das Fenster bei halten der ALT-Taste und halten der linken Maustaste nach oben verschieben und ander unteren Fensterkante das “Fenster” nach unten aufziehen.

SQ5BPF Tetra Receiver

Hier einfach nur die Frequenz einstellen im folgenden Format 433.500 MHz wird als 433.500M “Enter” eingegeben (siehe Screenshot). Mit der Maus in die Mitte des Signales klicken. Es hilft manchmal Autoscale zu drücken aber ansonsten können sie Einstellungen zu bleiben.

Das receiver1 udp Fenster sieht jetzt so aus:

receiver 1 udp

Um das Signal richtig einzustellen, muss am SQ5BPF Tetra Receiver den Fine Tune verschieben bis man im receiver1udp das Tetra Signal dekodieren kann, das sieht dann ungefähr so aus:

Tetra Signal gefunden

Sollte jetzt gefunkt werden, hört ihr schon was.

Alle weiteren Einstellungen werden im DEMO telive Fenster (siehe oben) gemacht. Ich empfehle hier mal die Taste “t” zu drücken :).

Alle weiteren Einstellungen und Funktionen entnehmt bitte der offiziellen Dokumentation: https://github.com/sq5bpf/telive/raw/master/telive_doc.pdf

Das war es schon, ist doch easy oder?

TELIVE gibt es auch für Windows

TELIVE Github Seite

DSDCC Installation und integration in SDRANGEL

Update 28.01.2019: DSDCC Kompilierung angepasst, Link: SDRANGEL Instruction hinzugefügt.

Wer vor dem 28.01.2019 eine Installation gemacht hat und es nicht hinbekommen hat, löscht bite das sdrangel github Verzeichnis und macht ein neues:

git clone https://github.com/f4exb/sdrangel.git

cd sdrangel

mkdir build && cd build

cmake .. -DDSDCC_DIR=/usr/local/bin/dsdccx

make && sudo make install

Alle anderen können hier starten:

DSDCC ist eine Weiterentwicklung des beliebten DSD- Tool zur Dekodierung digitaler unverschlüsselter Signale. Mit folgenden Schritten, habe ich auf einem Ubuntu Mate (18.04. LTS), SDRANGEL mit DSDCC problemlos installiert bekommen.

Fangen wir an, die für DSDCC erforderliche Tools herunterzuladen und zu kompilieren:

MBElib:

git clone https://github.com/szechyjs/mbelib.git
cd mbelib/
mkdir build && cd build
cmake ..
make
sudo make install
cd ~

serialDV:

git clone https://github.com/f4exb/serialDV.git
cd serialDV/
mkdir build && cd build
cmake ..
make
sudo make install
cd ~

Und nun das eigentliche Programm DSDCC

git clone https://github.com/f4exb/dsdcc.git
cd dsdcc/
mkdir build && cd build
cmake -DUSE_MBELIB=ON ..
Edit the CMakeCache.txt in the build directory to reflect:
LIBSERIALDV_INCLUDE_DIR:PATH=/usr/local/include/serialdv
LIBSERIALDV_LIBRARY:FILEPATH=/usr/local/lib/libserialdv.so

make
sudo make install

Um das DSDCC Plugin zu aktivieren, muss SDR Angel neu kompiliert werden. Mit folgenden “Schalter” (Update 28.01.2019):

cd sdrangel && cd build (das Verzeichnis wo sdrangel kompiliert wurde)
cmake .. -DDSDCC_DIR=/usr/local/bin/dsdccx

make && sudo make install

Danach kann SDRAngel gestartet werden.

Fertig.

Weitere Links zum Thema:

https://github.com/f4exb/sdrangel/blob/master/plugins/channelrx/demoddsd/readme.md

https://github.com/f4exb/sdrangel/wiki/Compile-from-source-in-Linux#build-sdrangel

https://www.qsl.net/kb9mwr/projects/dv/pi-rtl-dsd-experiments.pdf

https://github.com/f4exb/dsdcc

https://github.com/f4exb/sdrangel