Ich möchte in diesem Beitrag mal erzählen, wie es mir so ergang, als ich das erste mal eine Hochzeit fotografiert habe.
Die Vorbereitung:
Natürlich habe ich mir im Internet schonmal Bilder angeschaut und auch ein Buch gelesen. Gleich vorweg, nur durch das lesen der Bücher, macht man noch lange keine guten Hochzeitsfotos. Warum, erzähle ich noch später. Es gab auch ein Vorgespräch mit der Braut, hier ist der erste Fehler passiert, am besten immer mit dem Brautpaar alles absprechen. Bei mir wir das leider logistisch nicht möglich.
Man sollte auf alle Fälle auch mit dem Brautpaar an die Locations fahren und auch schonmal Testfotos machen. Dann weiss man schonmal was einen erwartet, wo man sich hinstellt, wie das Licht ist u.s.w. Auch dieses war bei mir nicht möglich, so musste ich an den Locations sofort improvisieren. Die Locations hatte ich mir im Vorfeld zwar von aussen angeschaut aber das reicht nicht. Also definitiv alles anschauen voher und Testbilder machen.
Die Ausrüstung:
Ich bin ja nur Amateur aber wenn es irgendwie möglich ist, nehmt einen zweiten Body mit. Gar nicht auszumahlen was passiert wäre, wenn die Kamera mal im Gewusel beschädigt worden wäre. Zwei Akkus und mehrere Speicherkarten und Ladegeräte versteht sich von selbst. Ohne Blitzgerät lässt sich kaum eine Hochzeit fotografieren auch am Tag und gerade in Räumen. Eine kleine Softbox und ein Diffusor gehört zur Pflichtsaurüstung. Mein SB-600 war eigentlich schon für die Abendstunden zu schwach. Ein SB-900 hätte ich mir gewünscht aber ich bin ja auch nur Amatuer
.
Und dann ist da noch der Sun Sniper. Einer meiner besten Errungenschaften vor der Hochzeit.
Der Sun Sniper ist ein Tragegurt wie er auf dem Bild zu sehen ist. Hätte ich den ganzen Tag die Kamera mit dem Originalgurt am Hals tragen müssen, wäre ich bestimmt verrückt geworden. Durch den Sun Sniper lies sich meine Cam immer mühelos führen und war auch immer blitzschnell in der Hand. Mehr Informationen entnehmt bitte dem Link. Das sich die Kamera von der Schraube losdrehen würde, so wie es in manchen Foren steht, kann ich nicht bestätigen. Den Sun Sniper möchte ich echt nicht mehr missen.
Die Praxis:
Leider war ich nur mit einem 18-105mm und einem 18-270mm mit einer grössten Blende von f3,5 ausgestattet. Und dann war da auch noch die Blende 8. “Wenn die Sonne lacht, nimm Blende 8″. Dieses mag vllt für manche Situationen stimmen aber meist ist auf einer Hochzeit ein grosses Gewusel: im Hintergrund ist immer “irgendetwas”. Um das Hauptmotiv davon abzuheben sollte man gerade auf Hochzeiten mit der weitmöglichst größten Blende fotografieren, soweit es die Situation ermöglicht. Nichts ist ärgerliche als Personen oder auch Autos die im Hintergrund des Bildes stören. Bilder mit einer geringen Schärfentiefe aus dem meist unmöglichsten Perspektiven sind meist interessanter als scharfe Fotos vom gesammten Geschehen.
Weiterhin habe ich die Erfahrung gemacht, wenn es dunkel wird, gerade in Räumen, nicht gleich die ISO bis weit hoch zu schrauben. Der Blitz hilft das Rauschen gering zu halten.
Die meisten Fotos habe ich spontan gemacht, sollte das Paar gemeinsame Fotos von sich wünschen, sollte ein extra Termin ausgemacht werden. Aus der Situation heraus ist sowas so gut wie gar nicht möglich. Also Bücher lesen hilft zwar aber man wird immer vor andere Situationen gestellt.
Hier sind die Punkte die ich aus meiner ersten Hochzeit als Fotograf gelernt habe:
- Vernünftige Vorbesprechung mit Besuch und gleich Testfotos von und bei der Location machen
- offenblendig fotografieren, so gut es geht (lichtstarkes Objektiv)
- ungewöhnliche Perspektiven (auch von weiter weg) sind toll
- Licht Licht Licht, richtiges einsetzen des Blitzgerätes
Fazit:
Heute habe ich die Bilder fertiggestellt, ca. zwei Wochen nach dem Event. Ich habe die Bilder an meinen Feierabenden bearbeitet. Nachbearbeitung von Hochzeitsbildern ist sehr mühevoll, das sollte jedem neuling klar sein. Nach der Bearbeitung habe ich dann heute gesagt
“fürs erste mal, doch gar nicht schlecht”.
Die zweite Hochzeit kann kommen und dann weiss ich, was ich besser machen werde
Heute mal wieder kurz vor Sonnenuntergang am BWE gewesen….
Nichts besonderes aber meine erste Beechcraft Bonanza:
Eine landende ATR-42 der CSA. Nichts besonderes aber interessant durch das Grün (zuerst dachte ich, das ist doch irgendwo auf einer grünen Insel) und die Vögel:
Auch ein enger Bildausschnitt kann interessant sein:
Heute war ich zu besuch bei meinem Kumpel. Ich hatte eh meine Fotoausrüstung dabei, da ich meinen neuen Blitz (SB-600) testen wollte. Als ich aber gesehen habe, dass die Sonne untergeht und ich wusste, dass Felder in der nähe waren, fragte ich schnell meinen Kumpel ob ich seine Tochter fotografieren dürfte. Er sagte sofort ja und sie lässt sich sowieso gerne ablichten. Also ab in die Feldmark und geshootet….
Die Eltern stimmten der Veröffentlichung im Web ein.


















